Prinzengarde Kempen 1978 e.V.

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Ein Ehrenleutnant für das „Burg-Radio 08-15“

Stefen Verhasselt wurde beim Regiments- und Uniformappell  zum 19. Ehrenleutnant der Garde ernannt.

Einen stimmungsvollen Jahres-Auftakt im Kempener Karnevals erlebten im Kolpingsaal gut 500 Freunde des närrischen Brauchtums  beim Regiments- und Uniformappell  unserer Prinzengarde. Dabei wurde der Radio-Moderator und Kabarettist Stefan Verhasselt (51), der seit fünf Jahren „ne echte Kempsche Jong“ ist, zum 19. Ehrenleutnant der Prinzengarde ernannt.

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Tradition ist, dass bei der Ernennung des Ehrenleutnants der Vorgänger eine Laudatio auf den neuen Ordensträger hält. Doch Feuerwehrchef Franz-Heiner Jansen wollte „nicht allein“ auf der Kolpingbühne stehen und suchte Mitstreiter. Eine geradezu geniale Idee, die nicht nur „prächtig zündete“, sondern die auch der kurkölnischen Burg in der historischen Altstadt der Thomasstadt „neues Leben einhauchte.“ Eine Idee, die die Politik nicht hatte, aber Franz-Heiner Jansen. Mit Transparenten, Musik, Beifall, Jubelrufen glänzte das geniale Moderatorenteam (Apotheker Michael Gehlen, Stadtwerkechef Siegfried Ferlings und Architekt Udo Thelen, sowie Feuerwehrchef Franz-Heiner Jansen) und sorgte auf der närrischen Kempschen Bühne für jede Menge Lokalkolorit, was in der Vergangenheit im Karneval der Thomasstadt häufig viel zu kurz kam.

Radio-Moderator und Ehrenleutnant Stefan Verhasselt staunte nicht schlecht, was seine „neuen Kollegen“ in harter Probenarbeit seit den heißen Augusttagen anno 2016 aus dem „Narrenhut“ gezaubert hatten. Das neue „Burg-Radio, Sender 08-15“ wird Kempener Karnevalsgeschichte schreiben, denn das Team verkündete glaubhaft und beifall-umrauscht: „Unser Programm ist 112 Prozent Kempen.“ Auf der Suche nach Verstärkung für den Sender hatten Museumsleiterin Dr. Elisabeth Friese („die bekommt die Tür nicht zu“) oder Landrat Dr. Coenen („der hat uns das Archiv geklaut“) mit ihren Bewerbungen nicht den Hauch einer Chance. Dagegen passte das Profil des neuen Ehrenleutnants Stefan Verhasselt, der als WDR 4-Mann den „Sender wechseln“ wollte, glänzend. „Er scheint Humor zu haben und er ist wohl auch dem Brauchtum verbunden“, meinte dazu Chefsprecher Franz-Heiner Jansen. Als Stadtwerke-Chef und Moderator Siegried Ferlings dann mit schwarzer Perücke die Bühne betrat und so zum Ausdruck brachte, dass Stefan Verhasselt stets durch die Kempener Altstadt mit einer „Top-Frisur“ schlendert, war das Narrenvolk längst mit dem ganzen Narrenherz beim neuen Burg-Radio angekommen. Der Lebenslauf des neuen Ehrenleutnant wurde kurz skizziert. Von der sonoren Stimme war da die Rede, von der Tatsache, dass er sich schon früh ein Mikrofon aus Legosteinen gebastelt hatte, aber auch von der Tatsache, dass Verhasselt den Kempener Karneval „lebendig“ findet. Als die Moderatoren noch zum Kultsong „Heidi“ tanzten, da schritt schon der neue Ehrenleutnant durch das Spalier seiner „Mitläufer“ vom Prinzengarde-Lauftreff zur Bühne, wurde jedoch von Heiner Hermans noch einmal in den Saal gebeten, denn der Gardechef wollte dem „Burg-Radio Kempen 08-15“ noch viel Lob spenden, welches er zuvor schon dem tänzerischen Nachwuchs der Prinzengarde, „den Pänz ut Kempe“, gespendet hatte, die ohne Zugabe nicht die Bühne verlassen durften.

Dann betrat der neue Ehrenleutnant die Bühne. Er bescheinigte der Thomasstadt, dass sie „schön und offenherzig“ sei und philosophierte über den Niederrhein. Als er ausrief: „Ich fühle mich wohl in Kempen“, brandete viel Beifall auf. Der neue Ehrenleutnant war nicht nur angekommen, sondern verteilte zugleich auch Pralinen mit seinem Porträt ans Narrenvolk. Leichte Probleme mit der Narrenkappe wurden in Kauf genommen.

Neben der Party wurde es an diesem Abend aber noch einmal „ernst“, als die Prinzengarde zum Uniformappell antrat. Dieser sei dringend nötig, so Kommandeur Ralph Frahm. Schließlich drehe die eine oder andere Unform zwischen Aschermittwoch und 11.11. ihre Runde in der Reinigung. Viel zu beanstanden hatte er nicht. Nur das Thema Haare zog sich weiter durch den Abend. Warum einige seiner Männer da Nachholbedarf haben, verstand der Kommandeur nicht. „Wir haben in Kempen doch Friseure satt.“

Auch das Prinzenpaar Rainer I. und Angelika I. war gekommen und freute sich über den Abend als „das Highlight zu Beginn des Jahres“ im Kempener Karneval. Wobei sich Prinz Rainer mit Blick auf den Lauftreff der Garde schon fragte, ob die eigentlich ein Brauchtums- oder ein Sportverein sei. „Ich wundere mich, dass die Prinzengarde noch nicht im Stadtsportverband die führende Rolle übernommen hat“, so der Prinz, der passend dazu in grün-gelben Turnschuhen – samt blinkender Schnürsenkel – trug. Der Prinz rührte noch einmal die Werbetrommel für die vielen karnevalistischen Veranstaltungen in den nächsten Wochen. Besonders für den Rosenmontagszug. Und Rainer versprach schon jetzt, egal, ob es am 27. Februar regnen werde: „Wir werden ziehen.“

Radio-Moderator und Kabarettist Stefan Verhasselt ist der 19. Ehrenleutnant der Kempener Prinzengarde

Als sich gestern Abend die Ehrenleutnant-Riege der Kempener Prinzengarde zum traditionellen „Sommertreff“ in der Baumschule von „Jüppi“ Trienekens traf, knisterte es vor Spannung. Kurz drauf lüftete Garde-Chef Heiner Hermans das in Kempen seit dem Ende der fünften Jahreszeit am besten gehütete Geheimnis und präsentierte Stefan Verhasselt, Radio- und TV Moderator beim Westdeutschen Rundfunk , als 19. Ehrenleutnant der Garde. Der 51-Jährige ist Nachfolger des Kempener Feuerwehrchefs Franz-Heiner Jansen und wird am 21. Januar 2017 im Kolpinghaus beim Uniform- und Regimentsappell der Kempener Prinzengarde in Amt und Würden eingeführt. „Seine Verbundenheit mit Kempen und der Prinzengarde sowie sein Herz für den Karneval waren für uns ausschlaggebend, Stefan Verhasselt zum Ehrenleutnant zu ernennen. Wir schätzen seinen Humor und seine sympathischen Art“, sagt Heiner Hermans.

Stefan Verhasselt wurde am 29. März 1965 in Straelen geboren. Als Neunjähriger zog er mit seiner Familie nach St. Tönis. Schon damals stand sein Berufswunsch Moderator fest. Im St. Töniser Krankenhaus startete er 1976 beim dortigen Haussender seine ersten Moderationsversuche. 1983 absolvierte er beim Südwestfunk Baden-Baden sein erstes Praktikum. Ab da war sein Weg als Radiomoderator geebnet. Über die Lokalsender Radio 90,1 in Mönchengladbach, Welle Niederrhein in Krefeld und Alster-Radio in Hamburg kam er 1998 zum Westdeutschen Rundfunk. Im WDR4-Studio Dortmund hat er seinen festen Platz. Darüber hinaus arbeitet er für das WDR Fernsehen und moderiert Events des Senders. Vor fast 20 Jahren überredete ihn ein Redakteur des Senders aus Köln, auch im Karneval als Moderator aktiv zu werden. Da wurde er schnell mit dem „Bacillus carnevalitis“ infiziert. Altweiberdonnerstags und Rosenmontags moderiert er seit dem Karnevalssendungen bei WDR4, unter anderem mit Marita Köllner. Und kommentierte auch den Zug auf der WDR-Tribüne für die VIP-Gäste des Senders. Seit fünf Jahren wohnt Stefan Verhasselt in Kempen und ist seitdem begeistert, wie hier Karneval gefeiert wird: „Die Kempener verstehen es glänzend, kölsche Tön textsicher und stimmungsvoll rüber zu bringen.“ Gardist und Vize-Bürgermeister Hans-Peter van der Bloemen überredete ihn, als passives Mitglied der Prinzengarde beizutreten. Darüber hinaus schloss er sich der Laufgruppe der Garde an. Beim Altstadtlauf am 12. Juni lief er im Trikot der Garde die 5000-Meter.

2006 betrat Stefan Verhasselt als Kabarettist eine neue Bühne. Sein Debüt-Programm „Machen Sie et juut!“ war ein voller Erfolg. Den Stoff für seine Auftritte sammelt er aus dem Leben und der Mentalität der Menschen vom Niederrhein. Er beobachtet seine Landsleute, pickt ganz und gar alltägliche Verhaltensweisen und Redewendungen heraus und ironisiert sie mal bissig, mal mit einem liebevollen Lächeln, denn auch in seinen Moderationen kann er den „Niederrheiner“ nicht verleugnen. Mittlerweile geht er bereits mit seinem vierten Kabarett-Programm auf Tour. Das trägt den Titel „Wer kommt, der kommt". Dabei kommt er nicht nur in NRW-Städte. Am 11. Juli ist er zum Beispiel auf der Insel Sylt zu Gast. Aber schon jetzt freut er sich, dass er am 21. Januar als neuer Ehrenleutnant ins Kolpinghaus kommen darf.